Leben mit LHON

Mit der Diagnose LHON endet für Sie wahrscheinlich eine Phase der Ungewissheit - sie wirft aber auch neue Fragen auf: "Was muss ich jetzt regeln?", "Wer kann mir weiterhelfen?", "Was kann ich dafür tun, dass es mir besser geht?". Unser interaktiver Wegweiser gibt Ihnen Orientierung und beantwortet Ihre Fragen - Schritt für Schritt.

Interaktiver Wegweiser

Erste Schritte nach der Diagnose

Mit der Diagnose LHON endet für Sie wahrscheinlich eine Phase der Ungewissheit - sie wirft aber auch neue Fragen auf: "Was muss ich jetzt regeln?", "Wer kann mir weiterhelfen?", "Was kann ich dafür tun, dass es mir besser geht?". Unser interaktiver Wegweiser gibt Ihnen Orientierung und beantwortet Ihre Fragen - Schritt für Schritt.
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Diagnose LHON - und was nun?

Die Diagnose LHON bedeutet für Sie zunächst einmal, dass Sie wissen, womit Sie es zu tun haben. Und mit dem interaktiven Wegweiser erfahren Sie nun auch, was Sie aktiv tun können, um sich dieser Situation bestmöglich anzupassen. Dabei sind sowohl Ihr allgemeiner Gesundheitszustand als auch Ihr Alltagsmanagement von entscheidender Bedeutung.
Gesundheitliche Situation verbessern
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Im Alltag neu zurechtfinden
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Gesundheitliche Situation verbessern

Wenn Sie von der Diagnose LHON erfahren haben, ist es für Sie zunächst das Wichtigste, Ihre gesundheitliche Situation zu verbessern. Dazu sollten Sie sich natürlich in medizinische Behandlung geben. Den Erfolg der medizinischen Maßnahmen können Sie mit einem gesunden Lebensstil unterstützen.
Medizinische Behandlung
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Gesunden Lebensstil pflegen
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Medizinische Behandlung

Besprechen Sie zunächst die Behandlungsoptionen mit Ihrem oder Ihrer behandelnden Ärzt*in. Im ersten Jahr der Behandlung erfolgt in der Regel alle drei Monate eine Kontrolluntersuchung. Aber auch nach dem ersten Therapiejahr werden regelmäßig Untersuchungen durchgeführt.

Therapie fortführen

Da die Therapie der LHON in der Regel etwas Zeit braucht, um eine Wirkung zu zeigen, ist es durchaus sinnvoll, sich über einen längeren Zeitraum behandeln zu lassen. Zwar zeigen sich bei einigen Patient*innen schon nach 6 Monaten erste Fortschritte, die Wahrscheinlichkeit einer Verbesserung der Sehkraft nimmt jedoch mit längerer Behandlungsdauer zu.
Auch wenn Sie sich für die Beendigung der Therapie entscheiden, können Sie sich weiterhin in einem Fachzentrum betreuen lassen. Eine Übersicht der Fachzentren in Deutschland haben wir Ihnen hier verlinkt.

Gesunden Lebensstil pflegen

Eine bewusste Ernährung sowie der Verzicht auf Genussmittel können sich positiv auf Ihre Gesundheit auswirken. Essen Sie ausgewogen und achten Sie darauf, ausreichend Vitamin A, C, und E sowie das Spurenelement Selen zu sich nehmen. Die genannten Vitamine können zellschädigende freie Radikale, die bei der Erkrankung eine Rolle spielen, abfangen. Greifen Sie daher regelmäßig auf Obst und Gemüse, fettarme Milchprodukte, hochwertige Pflanzenöle und Fisch, gelegentlich auch auf Fleisch zurück.
Tabak und Alkohol sollten Sie möglichst vermeiden, da der Konsum Ihre bereits durch die LHON in ihrer Funktion beeinträchtigten Mitochondrien zusätzlich schädigen könnte.
Viele weitere Informationen und Materialien zu gesunder Ernährung finden Sie hier:
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Therapie beenden

Eine LHON-Therapie kann beendet werden, wenn keine weiteren Sehverbesserungen mehr festzustellen sind.
Weiterbetreuung im Fachzentrum
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Weiterbetreuung durch niedergelassene Augenärzt*innen
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Weiterbetreuung in Fachzentrum

Weiterbetreuung in Fachzentrum

Weiterbetreuung durch niedergelassene Augenärzt*innen

Wenn Ihnen der Weg zu einem der Fachzentren zu weit ist, können Sie sich auch von Ihrem oder Ihrer niedergelassenen Augenärzt*in weiterbetreuen lassen. Im Idealfall kennt diese*r durch vorherige Besuche auch schon Ihre Krankengeschichte und kann Sie bestens versorgen.

Im Alltag neu zurechtfinden

LHON ist eine Erkrankung, die großen Einfluss auf Ihren Alltag hat. Die gute Nachricht: Es gibt inzwischen verschiedene Angebote und Hilfsmittel, die Sie dabei unterstützen, alltägliche Aktivitäten auch trotz eingeschränkten Sehvermögens wahrzunehmen.
Trainings in Orientierung und Mobilität
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Hilfsmittel besorgen
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Psychologische Hilfe in Anspruch nehmen
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Mit anderen Betroffenen austauschen
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Trainings in Orientierung und Mobilität

Trainings in Orientierung & Mobilität (O&M) haben zum Ziel, Ihnen wieder mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen. Speziell geschulte Rehabilitationslehrer*innen helfen Ihnen zum Beispiel dabei, sich sicher fortzubewegen - ob in den eigenen vier Wänden oder im Straßenverkehr.
Hier erfahren Sie mehr zu den Rehabilitationslehrer*innen:

Hilfsmittel besorgen

Die Auswahl an praktischen Begleitern für den Alltag mit einer Seheinschränkung ist riesig. Nutzen Sie die vielfältigen analogen und digitalen Hilfsmittel und finden Sie heraus, was Ihnen am besten hilft.
Digitale Hilfsmittel
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Analoge Hilfsmittel
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Digitale Hilfsmittel

Apps
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Screenreader
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Analoge Hilfsmittel

Füllstandsanzeiger
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Farberkennungsgerät
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Bügelhilfe
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Banknotenprüfer & Münzsortierer
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Füllstandsanzeiger

Das bringt das Glas nicht zum Überlaufen: Füllstandsanzeiger werden auf den Rand eines Trinkgefäßes aufgesetzt und geben mit einem akustischen Signal an, wenn die Flüssigkeit das untere Ende des Füllstandsmessers erreicht hat.

Farberkennungsgerät

Was ziehe ich heute an? Diese Frage ist natürlich vor allem dann nicht leicht zu beantworten, wenn die Fähigkeit, Farben zu erkennen, eingeschränkt ist. Abhilfe schaffen Geräte, die verschiedene Farbnuancen differenzieren können und Sie per Sprachausgabe über die jeweilige Farbe informieren.

Bügelhilfe

Achtung, heiß! Vor Verbrennungen beim Bügeln kann eine einfache Stabkonstruktion schützen, in die das Bügeleisen hineingeschoben wird. So bleiben Ihre Hände auf Abstand zu dem heißen Eisen.

Banknotenprüfer & Münzsortierer

Den Überblick über die Finanzen behalten, auch wenn das Sehvermögen eingeschränkt ist? Mit diesen Hilfsmitteln ist das möglich. Handliche Banknotenprüfer informieren z.B. per Vibration über den Wert des Geldscheins, während Münzsortierer mittels Größe der jeweiligen Vertiefung und Oberflächenstruktur Auskunft über die Art der Münze geben.

Psychologische Hilfe in Anspruch nehmen

Wenn man in relativ kurzer Zeit seine Sehkraft verliert, hat dies zwangsläufig auch Auswirkungen auf die Psyche. Die Diagnose kann in Ihnen verschiedene Gedanken, Wünsche und Gefühle hervorrufen, wie z.B.
  • Angst vor der Abhängigkeit von anderen
  • Unsicherheit im Austausch mit Nicht-Betroffenen
  • Hoffnungslosigkeit
Der Austausch mit psychologischen Expert*innen kann dabei helfen, sich seelisch zu stabilisieren und mit der veränderten Lebenssituation umzugehen. Eine Liste mit Psychotherapeut*innen, die selbst sehbehindert oder blind sind oder Erfahrung in der Behandlung von sehbehinderten oder blinden Menschen haben, finden Sie unter diesem Link:

Mit anderen Betroffenen austauschen

In Ortsvereinen können Sie von den Erfahrungen anderer blinder oder sehbehinderter Menschen profitieren, sich praktische Tipps einholen und bei gemeinsamen Unternehmungen wieder neuen Lebensmut gewinnen.
Ihren Ortsverein finden Sie über die Landesvereine des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV). Eine Auflistung der Landesvereine steht Ihnen unter diesem Link zur Verfügung:

Apps

Ob Restaurant, öffentliche Verkehrsmittel oder Kino - für (fast) jede Situation und Umgebung gibt es die passende App. Besonders praktisch: Sie müssen außer Ihrem Smartphone nichts mit sich führen.
Gerne stellen wir Ihnen einige hilfreiche Apps vor:

Von „A“ wie Alexa bis „S“ wie Screenreader

Mal eben etwas auf dem Bildschirm lesen? Das ist auch für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen dank Screenreadern kein Problem.
Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Gehhilfen

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  • – Taststock oder Rohlator
  • – 3D-Scanner und Vibrationsgurt
  • – Armbinde
Hier finden Sie verschiedene Gehhilfen:

Ausgebildete Assistenzhunde

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Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten zum Thema Assistenzhunde:

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