Zielsetzung

Mehr Sport treiben, sich gesünder ernähren oder mehr lesen - für viele Menschen ist das Setzen von Zielen meist eine Frage der Motivation. Doch wer mit einer chronischen Erkrankung wie Beta-Thalassämie lebt, steht oft vor zusätzlichen Herausforderungen. Unvorhersehbare Symptome oder gesundheitliche Rückschläge können langfristige Pläne erschweren und demotivierend sein. Aber auch häufige mentale Barrieren wie Selbstzweifel, Hoffnungslosigkeit oder Unterschätzung der eigenen Fähigkeiten können eine Hürde sein. 

Dennoch gilt: Beta-Thalassämie bestimmt zwar einen Teil des Lebens, aber sie muss nicht alles bestimmen! Durch das Setzen realistischer, erreichbarer Ziele lässt sich aktiv Einfluss auf das eigene Wohlbefinden nehmen. Indem bewusst kleine Ziele gesetzt werden, zeigt sich, dass Fortschritte trotz der Erkrankung möglich sind. Dies kann ein Gefühl von Erfolg vermitteln und das Selbstvertrauen stärken. Selbst kleine Erfolge sind ein Zeichen dafür, dass der Alltag aktiv gestaltet werden kann – unabhängig von gesundheitlichen Einschränkungen. Betroffene sollten sich darauf konzentrieren, was sie kontrollieren können, anstatt sich auf nicht beeinflussbare Krankheitsfaktoren zu fokussieren.

Tipps zur nachhaltigen Zielsetzung

Folgende Tipps können dabei helfen, die persönlichen Ziele nachhaltig zu erreichen:

  1. Gesundheitsbezogene Ziele setzen: Bei der Zielsetzung ist es hilfreich, einen Schwerpunkt auf das eigene Wohlbefinden zu legen. Das kann beispielsweise regelmäßige Bewegung an der frischen Luft sein.
  2. Ziele aufschreiben und regelmäßig überprüfen: Das schriftliche Festhalten eines Ziels macht es verbindlicher und greifbarer. Klare, positive Formulierungen erleichtern die Umsetzung. Statt vager Aussagen wie „Ich würde gerne…“ sollte das Ziel konkret lauten, z. B.: „Ab dem 15. Januar fünfmal pro Woche 15 Minuten morgens spazieren gehen.“
  3. Ziele in kleine Schritte unterteilen: Größere Veränderungen lassen sich oft leichter umsetzen, wenn sie in kleine, machbare Schritte aufgeteilt werden. Statt direkt jeden Morgen spazieren zu gehen, kann zunächst einmal wöchentlich begonnen und schrittweise auf jeden zweiten Tag bis hin zu täglich gesteigert werden.
  4. Regelmäßige Reflexion: Ziele sollten nicht starr bleiben, sondern an veränderte Umstände angepasst werden. Es kann hilfreich sein, regelmäßig – beispielsweise wöchentlich oder monatlich – zu überprüfen, ob ein Ziel realistisch war, ob es zu viel auf einmal war oder ob gesundheitliche Rückschläge eine Anpassung erforderlich machen.
  5. Sich selbst nicht unter Druck setzen: Chronische Erkrankungen verlaufen oft unvorhersehbar, wodurch nicht jeder Tag wie geplant abläuft. Es ist wichtig, sich Pausen zu gönnen und sich nicht für Rückschläge zu verurteilen. Jeder kleine Fortschritt zählt, und wenn nötig, kann der Weg einfach neu angepasst werden.
 Referenzen 
Referenzen:
  1. Trudie Mitschang. Goal-Setting for the Chronically Ill: Planning for an Uncertain Future. online verfügbar unter: https://www.igliving.com/magazine/articles/IGL_2016-10_AR_Goal-Setting-for-the-Chronically-Ill.pdf (Zuletzt aufgerufen März 2025).
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